Anlässlich des Internationalen Hebammentages am 5. Mai will der Deutsche Hebammenverband mit bundesweiten Aktionen auf die schlechte Arbeitssituation der Hebammen in Deutschland aufmerksam machen. Alle Aktionen stehen unter dem Motto: „Hebammen für eine bessere Zukunft“. Wenn die Arbeitsbedingungen für die Hebammen nicht verbessert werden, wird die Versorgung von Schwangeren und jungen Müttern darunter leiden.

Der Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz hat am 11. Oktober 2014 in Mainz eine Podiumsdiskussion mit Hebammen, werdenden Müttern, Politikern u.a. zu diesem Themenkomplex organisiert.
Diese Veranstaltung hat die Problempunkte nochmal verdeutlicht:
Die Vergütung der Hebammen entspricht nicht deren wichtiger Leistung in unserer Gesellschaft. Immer mehr Hebammen verlassen ihren Beruf, die Versorgung ist gefährdet, obwohl es zur Zeit insgesamt 21.000 Hebammen in Deutschland gibt, die teils angestellt und teils freiberuflich tätig sind. Steigende Versicherungsbeiträge für freiberufliche Hebammen stellen für diese bereits heute eine unzumutbare Belastung dar. Im Juli 2016 endet endgültig die Laufzeit der Berufshaftpflichtversicherung für ca. 3.500 Hebammen, die auch Geburtshilfe leisten, nach nochmaligem 20%-igen Beitragsanstieg auf über 6.000.-€/Jahr in 2015.

Daher unterstützt der Landesfrauenrat nachdrücklich die Forderungen des Deutschen Hebammenverbandes, bessere Rahmenbedingungen für die Arbeit der Hebammen zu schaffen und deren Vergütung anzuheben. Insbesondere die Problematik der Haftpflicht für freiberufliche Hebammen braucht eine vernünftige politische Lösung, die nicht auf die lange Bank geschoben werden darf.
Dem Aufruf des Deutschen Hebammenverbandes an Hebammen sowie Bürgerinnen und Bürger mit Aktionen gegen die aktuellen Missstände zu protestieren, schließt sich der Landesfrauenrat an.

In Rheinland Pfalz finden folgende Aktionen statt:

Mainz: Infostand vor dem Theater in Mainz von 10- 15 Uhr

Bad Kreuznach: Infostand im Krankenhaus Marienwörth ab 10 Uhr

Koblenz: Infostand auf dem Zentralplatz (Forum) in Koblenz (15-18 Uhr)

Worms: Am 9. Mai startet um 10 Uhr ein Trauerzug vom Hauptbahnhof Worms (Vorplatz).

Es wird für den Erhalt der flächendeckenden Hebammenversorgung protestiert. Um 11.30 Uhr treffen sich alle auf dem Gelände der Prinz- Carl-Anlage. Dort gibt es eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Hebammenhaftpflichtversicherung – Langfristige Lösungsansätze zur Sicherung der flächendeckenden Versorgung“

Weitere Informationen finden Sie unter : https://www.hebammenverband.de

4. Mai 2015
Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz e.V. Pressekontakt:
Claudia Rankers
Vorsitzende c.rankers@rankers-cie.de