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Der LFR spricht sich klar gegen die Abschaffung von Bargeld

Wirtschaftsweise diskutieren die Abschaffung von Bargeld, um Schwarzarbeit, Drogen und Geldwäsche sowie Schwarzgeld verhindern zu können.

Das scheint einleuchtend: ABER für den Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz ist es ein Einstieg mit weitreichenden negativen Folgen. Denn das wichtigste Argument für die Befürworter ist, dass mit Zwangskontoguthaben, Zwangsabgaben oder Negativzinsen, die Kapitalanleger und damit auch die Geldmenge direkter gesteuert werden kann.

Aber was heißt das für Sparer? Sie verlieren Entscheidungsfreiheiten, werden zu gläsernen Bürgern, werden zu Konsum und Überschuldung gezwungen und verlieren immer mehr Vermögen und Kaufkraft. Die Guthaben stellen für sie Liquiditätsreserven für Krankheiten und Berufsunfähigkeiten dar, Mittel für private Ersatzinvestitionen oder neue Anschaffungen, und Bausteine der privaten Altersvorsorge. Um das Eigenkapital für eine Immobilie bei einer Finanzierung einbringen zu können, muss es erst einmal angespart werden.

Es darf keinen Konsumzwang geben. Negativzinsen müssen unbedingt vermieden werden, denen viele Bürger nur über Bargeld entgehen können. Verschärfend kommt hinzu, dass die gesetzlichen Renten – verstärkt durch die Ankündigung der Absenkung - immer mehr an Kaufkraft verlieren, die Versicherungsgesellschaften immer weniger Rendite erwirtschaften und weitergeben können. Bei vielen Bürgern bestehen schon jetzt große Altersvorsorgelücken.

Selbst bei positiven Zinsen bleibt nach Abgeltungssteuer und Inflation oft nur ein negativer Beitrag. Finanzielle Repression darf keine Strategie zu Lasten des Großteils der Bürger sein, die aufgrund ihrer Einkünfte, dem niedrigen Vermögensbildungspotenzial nicht ausweichen können und nicht das Potenzial für Immobilientransaktionen und alternative Investments haben.

Der Druck, hohe Rendite machen zu müssen für die eigene Versorgung, treibt die Anleger schon jetzt zu risikoreichen Finanzinstrumenten bzw. öffnet unlauteren Beratern Tür und Tor. Es drohen weitere Vermögensverluste.

Die zunehmende Regulierung nach der Finanzkrise hat bereits dazu geführt, dass viele Banken keine Beratungsmandate mehr zur Verfügung stellen. Kontosparen in den vielfältigen Formen muss für Kreditinstitute und für Sparer attraktiv werden oder zumindest ihr Kapital erhalten. In diese Richtung müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen wieder verändert werden.

Der LFR spricht sich klar gegen die Abschaffung von Bargeld bzw. einen Wechselkurs zwischen Bargeld und Kontoguthaben aus, gegen Negativzinsen für Kontoguthaben sowie einen durch Zwangsabgaben initiierten Konsumzwang für die Sparer.