03. DEZEMBER 2012
Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, 03.12.2012
Frauensolidarität: 20-jähriges Jubiläum des Landesfrauenrats Rheinland-Pfalz

Der Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz feierte am Samstag, den 17.November, sein 20-jähriges Jubiläum. Die kfd-Diözesanverbände Mainz und Speyer haben als Mitglieder teilgenommen.
Viele Abgesandte von Mitgliedsverbänden, darunter auch zwei Männer, waren der Einladung gefolgt.

Begrüßt wurden die Anwesenden von der Vorsitzenden Ulrike Kahl-Jordan. Sie freute sich besonders, dass einige Gründungsmitglieder, wie die Ehrenvorsitzende Ingeborg Zohlnhöfer, dabei sein konnten.
Grußworte überbrachten die Staatssekretärin Beate Reich für die Landesregierung und Susanne Kaiser für das ZDF, Gastgeber der Veranstaltung.
Auch die Vorsitzende des Landesfrauenrats Hessen Sigrid Isser stattete Ihren Gegenbesuch ab. Der Vorstand des Mainzer Landesfrauenrates war erst kürzlich zum 60-jährigen Bestehen des Landesfrauenrates Hessen in die Staatskanzlei von Ministerpräsident Volker Bouffier eingeladen.

Dr. Pia Grundhöfer-Neufeldt von der CDU-Landtagsfraktion referierte über die Geschichte der Frauenbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg. Frauensolidarität entstand nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Not heraus. Es gab einen Frauenüberschuss, das war eine politische Größe. Aber es mangelte an politischer Bildung. Frauen wussten nicht mehr, was ein Verein oder eine Satzung ist. Amerikaner haben mit viel Fingerspitzengefühl den Frauenrat in Hessen gegründet. Im Deutschen Frauenrat ist der Landesfrauenrat RLP mit zwei Stimmen vertreten.

Renate Schmidt, ehemalige Bundesministerin, rief die Frauen zu solidarischem Handeln auf. Solidarität bedeute ein gemeinsam definiertes Ziel zu vertreten und Eigeninteressen in den Hintergrund stellen. Renate Schmidt ist es wurscht wie die Kollegin aussieht. Sie fragt sich: „Was hat sie zu sagen?“ Es ist wichtig zu akzeptieren, dass es verschiedene Lebensmodelle gibt. Sie rät den Frauen bei aller Liebe vor dem ersten Streit einen Ehevertrag abzuschließen.

Bei dem Thema Pflege legt sie den berufstätigen Frauen nahe, an Möglichkeiten wie Betreuung in Tageseinrichtungen zu denken. Wenn Frauen glaubten, nach der Pflege wieder einfach in den Beruf kommen zu können, dann hätten sie sich getäuscht.

Christine Osadschy – christine.osadschykfd-mainz.de