Podiumsdiskussion zur Lage der Hebammen

Am 11.10.2014 hat der Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz eine Podiumsdiskussion organisiert.

Diskutanten waren:

  • Christine Benz, Hebamme Universitätsmedizin Mainz
  • Dr. med. Winnie Brunswig, Fachärztin Universitätsmedizin Mainz
  • Natalie Gaal, Hebamme „Herztöne Mainz“ Landessprecherin BfHD
  • David Langner, Staatssekretär Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie RLP
  • Dorothee Vogelsang, 1. Kreisvorsitzende Mainz, Hebammen-Landesverband RLP
und betroffene Eltern.
 
3.500 Hebammen stehen bei der Geburtsbegleitung vor dem aus. Dafür verantwortlich sind
  • Ständig steigende Schadenssummen
  • Zu hohe Versicherungsprämien für die Berufshaftpflicht
  • Ablauf der Verträge für die Berufshaftpflicht 2015 sowie zum 1.7.2016
  • Eine zu geringe Vergütung
  • Fehlende Ausbildungsplätze in RLP
  • Sowie eine permanente Überbelastung der Hebammen

Leittragende sind die werdenden Eltern. Sie brauchen Sicherheit und die Begleitung einer Hebamme vor der Geburt, während sowie nach der Geburt. Schon heute finden viele Eltern keine Hebamme mehr. Über 25 Prozent haben vor dem Hintergrund der vorgenannten Probleme seit 2008 die Geburtsbegleitung aufgegeben.

Akteure sind die Krankenkassen, die Versicherungsgesellschaften sowie die Politik. Lösungsansätze gibt es viele, aber kein Ergebnis. Die Zeit drängt. Der Landesfrauenrat Rheinland-Pfalz appelliert an die Landesregierung, mit den anderen Akteuren sowie den Hebammen eine Lösung zu entwickeln, die die dauerhafte Geburtsbegleitung auch nach über 5.000 Jahren für die Hebammen sicherstellt.

Die Allgemeine Zeitung, Mainz, hat am 13.10.2014 über die Podiumsdiskussion berichtet. Der SWR hat die gesamte Diskussionsrunde verfolgt und weitere Interviews gemacht. Details können Sie her sehen:

http://mp4-download.swr.de/swr-fernsehen/landesschau-aktuell-rp/20141011/741955.m.mp4

Artikel zur Fachtagung "Freudiges Ereignis - auch für Hebammen?"
(Mainzer Allgemeine Zeitung, 11.10.2014)